nationale und internationale Projekte

 

Open Education Austria

Open Education Austria ist ein Projekt österreichischer Universitäten zur gemeinsamen Entwicklung einer nationalen Infrastruktur für Open Educational Resources (OER). Erstmals wird versucht, Dienstleistungen von E-Learning-Zentren, Zentralen Informatikdiensten und Bibliotheken der Partneruniversitäten zu verknüpfen, um Lehrende bei der Erstellung von OER-Materialien für Selbststudium und Lehre zu unterstützen. Durch das Projekt soll eine schrittweise Qualitätssteigerung im Lehren und Lernen sowie die Sichtbarkeit von Good-Practice Materialien innerhalb der Fachcommunity erreicht werden.

Open Education Austria ist ein im Juni 2016 vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung bewilligtes Hochschulraum-Strukturmittelprojekt und läuft bis Dezember 2018.

 

Kulturpool

Der Kulturpool bietet  einen zentralen Zugang zu digitalen österreichischen Kulturerbe-Ressourcen und verweist auch auf Objekte, die in Phaidra archiviert sind. Die Objekte werden unter anderem auch in Schulen verwendet.

 

 

OpenAIRE

OpenAIRE steht für Open Access Infrastructure for Research in Europe und ist eine paneuropäische Forschungsplattform mit Diensten zum Auffinden, Speichern, Verlinken und Analysieren von Forschungsresultaten über alle Disziplinen hinweg.

Ziel ist die Förderung und Umsetzung der Richtlinien der Europäischen Kommission (EC) und des Europäischen Forschungsrates (ERC) im Bereich Wissenschaft- bzw. Forschungsförderung. OpenAIRE unterstützt das Open Access Mandat und den Open Research Data Piloten in Horizon 2020 und befindet sich seit Jänner 2018 mit OpenAIRE Advance bereits in seinem vierten Zyklus.

Herzstück ist das OpenAIRE-Portal, das als Art Metarepository Forschungsoutput - von Publikationen, über Daten zu weiteren Formaten - mit Fördergebern und den Forschenden verlinkt. Als Basis dient die Compliance von institutionellen und fachspezifischen Repositories, Datenarchiven und Journalen.

Neben der technischen Infrastruktur setzt OpenAIRE auf das personelle Netzwerk von über 60 Partnerinstitutionen. In allen Ländern der Europäischen Union sowie in der Schweiz, Norwegen, Serbien, Island, Israel und der Türkei, gibt es die sogenannten NOADs (National Open Access Desks) - lokale AnsprechpartnerInnen für ForscherInnen, ForschungsadministratorInnen oder Open Access-Beauftragte in allen Fragen rund um Open Science.

 

Projektzyklen

OpenAIRE (Laufzeit: 2009-2012) startete im Rahmen des Forschungs- und Innovationsförderprogramms der Europäischen Union FP7. Das erste Ziel betraf die Unterstützung des Open Access Pilots der Europäischen Kommission und hierfür eine europaweite Open Access Infrastruktur in Form des OpenAIRE-Portals aufzubauen. Bereits 2010 stand das Portal, das seither ständig weiterentwickelt wird. Ebenfalls wurde im ersten Projektzyklus bereits an einem  sogenannten Orphan Repositorium in Zusammenarbeit mit CERN gearbeitet. Dahinter steht die Idee, jenen WissenschafterInnen, die in EU-Projekten forschen und kein thematisch relevantes bzw. institutionelles Repositorium zu Verfügung haben, ein solches zu Verfügung zu stellen.

Im zweiten Projekt OpenAIREplus (Laufzeit: 2011-2014) wurde intensiv an der Ausweitung des aggregierten Outputs gearbeitet, in dem nationale Fördergeber einbezogen wurden und Anzahl der verlinkten Data Provider und Repositories erhöht wurde. Das Orphan Repositorium wurde weiter entwickelt und daraus entstand das heute bekannte Zenodo, welches weiterhin von CERN gehostest wird.

In OpenAIRE2020 (Laufzeit: 2015-Mitte 2018) wurde mit Start des neuen EU-Förderprogramms Horizon 2020 das Open Access publizieren von im Rahmen der EU-Projekten entstandenen Artikeln mit Peer Review zur Pflicht. Neben der Unterstützung der ForscherInnen bei der Umsetzung dieses Mandats, begleitete OpenAIRE den Open Research Data Piloten im Rahmen von Horizon 2020. Hierfür trat das Thema Research Data Management mit all seinen Facetten in den Fokus.

Der vierte Projektzyklus OpenAIRE Advance (Laufzeit: 2018-2020) steht ganz unter dem Motto Open Science. Als wichtige europäische e-Infrastruktur für Open Science liefert OpenAIRE Vorarbeiten zur European Open Science Cloud (EOSC). Die Cloud hat das Ziel WissenschafterInnen und Studierenden aller Disziplinen offenen Zugang und das Nutzen von Forschungsdaten zu ermöglichen.

 

Weitere Informationen

Zielgruppenspezifische Informationen zu OpenAIRE finden WissenschafterInnen, Repository ManagerInnen, Data-Provider, NCPs oder Forschungsservices und Fördergeber unter: https://www.openaire.eu 

Informationen zu Open Science in Österreich auf der Seite von OpenAIRE finden Sie unter: https://www.openaire.eu/oa-austria

 

 

EUROPEANA LIBRARIES

Die Universität Wien nimmt als eine von 26 Institutionen an diesem Projekt teil, das sich zum Ziel setzt, wertvolle digitale Objekte aus Museen, Sammlungen, Archiven auf einer europaweiten Plattform, an der in Zukunft zahlreiche europäische Bibliotheken teilnehmen sollen, zur Verfügung stellen.

 

Tempus

Die Education, Audiovisual and Culture Executive Agency hat im Rahmen des Tempus IV Programm das von der Universitätsbibliothek Belgrad eingereichte Projekt „Development of new library services and repositories at the Universities of Western Balkan“ am 15.1.2010 bewilligt. Neben den Universitäten Sarajewo, Montenegro, Maribor, der Middlesex’s Library Services in London war auch die Universitätsbibliothek Wien mit PHAIDRA eingebunden.

 

Europeana Local

Die Europäische Kommission unterstützt den Aufbau einer Europäischen Digitalen Bibliothek - Europeana- , die einen schnellen und einfachen Zugang zu europäischen Büchern, Dokumenten und Kunstwerken bietet. Digitalisierte Bücher, Filme, Gemälde, Zeitungen, Klänge und Archivdokumente aus ganz Europa sind hier per Mausklick erreichbar.

 

e-infrastructures austria

Das Projekt e-Infrastructures Austria reagiert auf die Möglichkeiten und Herausforderungen, die sich durch den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Objekten und durch neue Technologien ergeben. Gesamtziel des Projekts ist der koordinierte Aufbau und die Weiterentwicklung von Repositorieninfrastrukturen in ganz Österreich.

Dabei ist es ein zentrales Anliegen, Forschungsgemeinschaften, Bibliotheken und IT-Services aller nationalen universitären und außeruniversitären wissenschaftlichen Einrichtungen einzubeziehen und gemeinsam Wissen für den Aufbau von lokalen Repositorien zu erarbeiten, vorhandenes Know-how und Ressourcen zu bündeln und allen am Projekt teilnehmenden Institutionen zur Verfügung zu stellen. Innerhalb des dreijährigen Projektzeitraums richten alle Partnerinstitutionen einen lokalen Dokumentenserver ein oder verfügen über einen Zugang zu einem geeigneten Dokumentenserver. Parallel dazu erfolgen die Konzeption von Infrastruktureinrichtungen für Forschungsdaten und andere digitale Objekte (z.B. Multimedia-Inhalte, e-Learning Content) und die Ermittlung der Anforderungen an zukünftige Forschungsdaten-Services.

 

 

HRSM-Projekt e-Infrastructures Austria Plus (2017 – 2019)

„e-Infrastructures  Austria Plus“ ist ein Nachfolgeprojekt von „e-infrastructures austria“ mit der Beteiligung von neun österreichischen Universitäten (Medizinische Universität Graz, Medizinische Universität Innsbruck, Medizinische Universität Wien, Technische Universität Wien, Universität Graz, Universität Innsbruck, Universität Wien, Wirtschaftsuniversität Wien, sowie die UMIT - Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik Hall in Tirol. Die Projektleitung liegt an der Universität Innsbruck.), das von 2017-2019 Infrastruktur für eScience in Österreich aufbauen wird. Es werden so unterschiedliche Themen wie RDM-Policies, Datenmanagementpläne, der Aufbau von institutionellen Repositorien für Forschungsdaten, Standards für Metadaten nach den FAIR Principles, Aufbau von DOI-Infrastruktur und erste Schritte zur Implementierung von Electronic Lab Notebooks behandelt. Die Universitätsbibliothek Wien leitet drei der insgesamt sieben Arbeitspakete. Das Ziel des  Arbeitspakets AP2: „Forschungsdatenmanagement-Policy“ ist es, in allen Partnerinstitutionen ein Modell  für eine Forschungsdatenmanagement-Policy auszuarbeiten. Der im H2020 Projekt LEARN von der UB Wien mitentwickelte "Toolkit of Best Practice for Research Data Management"(http://phaidra.univie.ac.at/o:528136)  dient als Basis für dieses Arbeitspaket.Im Arbeitspaket AP3 „Aufbau lokaler Kompetenzen zu Datenmanagementplänen (DMP)“, ist eine disziplinspezifische Anpassung an bereits entwickelten DMPs  vorgesehen und die Entwicklung in Richtung Automatisierung und machine-actionable DMPs voranzutreiben.

Im Arbeitspaket AP5 „Beschreibung von Forschungsdaten im Sinne der FAIR-Principles“ ist das Ziel die Erarbeitung eines Metadatenframeworks für Repositorien in Österreich sowie von Guidelines, die mit FAIR-Guiding Principles arbeiten. Die Suche von Forschungsdaten und anschließende Projektkooperationen können repositorienübergreifend nur funktionieren, wenn ein gemeinsamer Satz von Metadaten beim Einbringen der Daten erstellt wird und wenn die eingebrachten Daten mit "Controlled Vocabularies" beschrieben werden.