Datenmanagementpläne

Datenmanagementpläne (DMP) sind Leitlinien, die den ForscherInnen im Rahmen eines Projekts helfen sollen, adäquat mit Daten umzugehen und eine Nachnutzung zu ermöglichen. Durch gezielte Fragen, werden Überlegungen zu Verantwortlichkeiten, den Umgang mit finanziellen und personellen Ressourcen, mit rechtlichen Fragen, Fragen zu Metadaten und Formaten usw. angeregt und mehr Klarheit im Umgang mit Daten gewonnen.

Ziel ist, dass Daten langfristig auffindbar, verständlich und nachnutzbar gemacht werden. Die sorgfältige Planung eines Projekts bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich: Kostentransparenz von Beginn an sowie einen optimalen Einsatz von Knowhow, Infrastruktur und Dienstleistungen. DMP fördern darüber hinaus das Verständnis für die eigenen Arbeitsprozesse bei der Durchführung von Projekten. (In diesem Sinne helfen sie auch, eine unserer wichtigsten Ressourcen, nämlich "Zeit", effektiv zu nutzen.)

Wir stellen Ihnen hier Guidelines für Datenmanagementpläne für die Universität Wien auf englisch und Deutsch zur Verfügung. Die Inhalte sind auf Horizon2020 Projekte abgestimmt. DMP bringen nicht nur Vorteile für die Projektleitung, sie sind auch für folgende Stakeholder von Bedeutung: den Projektantragsteller, das Repository-Management, die Institution, den Fördergeber und die Policy-Verantwortlichen. Aus diesem Grund können DMP in ihrer konkreten Form variieren, je nachdem in welchem Kontext sie entstehen. In der vorliegenden Anleitung richten wir uns vor allem an folgende Nutzergruppen: ProjektantragstellerInnen, Forschungsservices, Repository Management an Bibliotheken und das Projektmanagement. So werden bei der Erstellung eines DMPs die wichtigsten Phasen der Durchführung und damit verbundene Arbeitsprozesse sichtbar.